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Jens Hamann wurde 1975 in Stuttgart geboren und sammelte dort früh als Mitglied der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben sängerische Erfahrungen, die er im Kammerchor Stuttgart unter Frieder Bernius und Helmuth Rillings Gächinger Kantorei weiterentwickelte. 2007 schloss er sein Studium in der Gesangsklasse von Rudolf Piernay an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim ab, wo er als Mitglied der Opernschule in den Rollen des Papageno, Leporello, Nick Shadow in Stravinskys "Rake's Progress", Marco in Puccinis "Gianni Schicchi", Vater in Humperdincks "Hänsel und Gretel" und in Wolf-Ferraris "Die vier Grobiane" als Maurizio zu sehen war. Hamann ergänzt diese Studien in Meisterkursen wie etwa bei Peter Schreier, Irwin Gage oder Wolfram Rieger.

Beim "PodiumJungerGesangsSolisten 2004" des Verbands Deutscher Konzertchöre in Wiesbaden wurde Jens Hamann mit dem 2. Preis ausgezeichnet. 2006 erhielt er den "Sonderpreis Alte Musik" des Saarländischen Rundfunks.

Der Bariton trat im Rahmen des Europäischen Musikfestes Stuttgart, der Boswiler Meisterkonzerte in der Schweiz, den Tagen Alter Musik im Saarland, des Festival Internazionale di Musica Sacra im Vatikan, dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, dem Kammermusikfestival Heidelberg, dem Hohenloher Kultursommer, dem Musiksommer Oberstorf, der Simon-Mayr-Tage Ingolstadt und dem Festival „Europäische Kirchenmusik“ Schwäbisch Gmünd auf.

Im Sommer 2006 war der Bariton auf dem schweizerischen Schloss Hallwyl in der Produktion von "La jolie fille de Perth" als Herzog in einer schweizerischen Erstaufführung des Stückes von Georges Bizet unter Regisseur Peter Schweiger und Dirigent Douglas Bostock mit dem Aargauer Symphonie Orchester zu erleben.

Jens Hamann arbeitet mit Dirigenten wie Sigiswald Kuijken, Helmuth Rilling, Morten Schuldt-Jensen, Stefan Vladar, Hayko Siemens, Thomas Fey und Georg Grün zusammen. Er musizierte mit Gächinger Kantorei, La Petite bande, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Youth Orchestra of the Americas, dem Noord Nederlands Orkest, der Rheinischen Staatsphilharmonie, dem Collegium Vocale Gent, dem Georgischen Kammerorchester, der Hofkapelle Hannover oder dem Radio Symphonie Orchester Pilsen. Konzertreisen führten ihn nach China, in die USA, Russland, Polen, Belgien, Italien, Frankreich und weitere europäische Länder.

Zahlreiche CD-Aufnahmen und Rundfunkproduktionen dokumentieren die umfangreiche Tätigkeit des Sängers. Die Aufnahmen erschienen u.a. bei Carus, Naxos, Hänssler, Genuin, Chrismon, Brilliant. Mit dem KammerChor Saarbrücken und der Kammerphilharmonie Mannheim entstand unter Georg Grün eine Weltersteinspielung des Requiems von Michael Haydn. Diese Produktion wurde mit dem MIDEM Classical Award 2007 für die beste Ersteinspielung ausgezeichnet. Eine weitere CD-Produktion, die als "Referenzeinspielung" von der Presse gelobt wurde, entstand mit dem Oratorio de Noel von Camille Saint-Saens unter der Leitung von Holger Speck mit dem Vocalensemble Rastatt und Les Favorites.

Im Juli 2008 gelang beim renommierten XVI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig mit dem 3. Preis ein herausragender Wettbewerbserfolg. Als höchstbewertete Männerstimme darf Jens Hamann nun den Titel "Bachpreisträger" tragen. Das Preisträgerkonzert fand in der geschichtsträchtigen Leipziger Thomaskirche statt, wo der Eingangssatz der Solokantate "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" unter Mitwirkung des Leipziger Barockorchesters aufgeführt wurde.

2008 fanden Akademiekonzerte im russischen Nizhniy Novgorod mit Bachs Johannes-Passion unter der Leitung von Wolfgang Kläsener statt, Haydns "Harmoniemesse" erklang unter Helmuth Rilling im Petersdom zu Rom und in Brüssel kam Liszts "Via Crucis" mit dem Collegium Vocale Gent zur Aufführung

Im April 2009 wurde eine Tournee durch Frankreich, Deutschland und Polen mit Brittens "War Requiem" unter dem Dirigat Klaus Arps zu einem schönen Erfolg. Im "Mendelssohn-Jahr" fanden Aufführungen des Elias in Tübingen, Heidelberg und Lippstadt statt.

In der Passionszeit 2010 sang der Bariton die Bach-Passionen u.a. in der Berliner Philharmonie, dem Herkulessaal der Münchener Residenz, in Hamburgs Hauptkirche St. Michaelis und im Oosterpoort Groningen. Außerdem unternahm Jens Hamann Konzertreisen nach Boston/USA und China, wo Carl Orffs "Carmina burana" in Shanghai und Peking in der Forbidden City Concert Hall unter der Leitung von Kay Johannsen zur Aufführung kamen.