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Download Vita Jens Hamann

Als 'kerniger Bariton mit lyrischer Gesanglichkeit und dramatischem Volumen' wird der gebürtige Schwabe Jens Hamann und Bachpreisträger des renommierten XVI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig von der Presse ebenso begeistert beschrieben, wie 'seine unglaublich weiche, technisch in allen Lagen ausgeglichene Stimme' bewundert wird. Immer wieder wird auf sein 'Vorbild an Gestaltungskraft' hingewiesen und die Verbindung von 'warmem Balsam und sonorer Würze mit großem Ausdruck' gelobt. Diese stimmlichen Vorzüge und der Gestaltungswille ermöglichen es ihm, ein sehr breites Repertoire von der Renaissance bis ins Zeitgenössische auf die Bühne bringen zu können.

Neben dem Wettbewerbserfolg 2008 als höchstbewerteter männlicher Bachpreisträger erhielt er zahlreiche weitere Auszeichnungen. Beim "PodiumJungerGesangsSolisten 2004" des Verbands Deutscher Konzertchöre in Wiesbaden wurde Jens Hamann mit dem 2. Preis geehrt. Er bekam 2006 den "Sonderpreis Alte Musik" des Saarländischen Rundfunks für 'herausragende Leistungen im Bereich Oratoriengesang' verliehen.

Zahlreiche CD-Aufnahmen und Rundfunkproduktionen dokumentieren die umfangreiche Tätigkeit des Sängers. Die Aufnahmen erschienen u.a. bei Carus, Naxos, Hänssler, Challenge Classics, ACCENT, Genuin, cpo, Chrismon und Brilliant. Mit dem KammerChor Saarbrücken und der Kammerphilharmonie Mannheim entstand unter Georg Grün eine Weltersteinspielung des Requiems von Michael Haydn. Diese Produktion wurde mit dem MIDEM Classical Award 2007 für die beste Ersteinspielung ausgezeichnet. Eine weitere CD-Produktion, die als "Referenzeinspielung" von der Presse gelobt wurde, entstand mit dem Oratorio de Noel von Camille Saint-Saens unter der Leitung von Holger Speck mit dem Vocalensemble Rastatt und Les Favorites.

Jens Hamann arbeitet mit Dirigenten wie Sigiswald Kuijken, Helmuth Rilling, Hans-Christoph Rademann, Morten Schuldt-Jensen, Stefan Vladar, Thomas Fey, Andreas Spering und Georg Grün zusammen. Er musizierte mit dem RIAS Kammchor, der Gächinger Kantorei, La Petite Bande, der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Youth Orchestra of the Americas, dem Noord Nederlands Orkest, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Collegium Vocale Gent, dem Georgischen Kammerorchester, der Hofkapelle Hannover oder dem Radio Symphonie Orchester Pilsen. Konzertreisen führten ihn nach China, in die USA, Costa Rica, Russland, Polen, Belgien, Italien, Frankreich und weitere europäische Länder. Der Bariton war neben vielen weiteren herausragenden Konzertsälen in der Philharmonie Berlin, dem Oriental Art Center Shanghai, dem Amsterdamer Concertgebouw, dem Auditorio Parco della Musica in Rom, dem Opernhaus Breslau, dem Berliner Konzerthaus, dem Auditorium Dijon, der Kölner Philharmonie, Essener Philharmonie und dem Auditorio de Zaragoza zu hören.

2007 schloss er sein Studium in der Gesangsklasse von Rudolf Piernay an der Staatlichen Musikhochschule Mannheim ab, wo er als Mitglied der Opernschule u.a. in den Rollen des Papageno, Vater in Humperdincks "Hänsel und Gretel" und in Wolf-Ferraris "Die vier Grobiane" als Maurizio zu sehen war. Hamann ergänzte diese Studien in Meisterkursen wie etwa bei Peter Schreier, Irwin Gage oder Wolfram Rieger.

Der Bariton trat im Rahmen des Rheingau Musikfestivals, des Europäischen Musikfestes Stuttgart, des Bremer Musikfestes, des Festival de musique de La Chaise-Dieu, des Festival Oude Muziek Utrecht, des Würzburger Mozartfests, der Boswiler Meisterkonzerte in der Schweiz, der Tage Alter Musik im Saarland, des Festival Internazionale di Musica Sacra im Vatikan, dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, dem Hohenloher Kultursommer, der Haller Bachtage, dem Musiksommer Oberstorf, von Klangvokal Dortmund, der Simon-Mayr-Tage Ingolstadt und dem Festival „Europäische Kirchenmusik“ Schwäbisch Gmünd auf.

In der Passionszeit 2011 fand eine ausgedehnte Tournee mit La Petite Bande und der Johannes-Passion J.S.Bachs statt. Stationen waren u.a. das Amsterdamer Concertgebouw und der Parco della Musica in Rom. Im Festivalsommer 2011 sang Jens Hamann unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann die "Missa da Requiem" Johann Christian Bachs beim Rheingau Musik Festival, dem Bremer Musikfest und beim "Festival de musique de La Chaise-Dieu" mit dem RIAS Kammerchor und der Akademie für Alte Musik Berlin.

Im Jahr 2012 war Jens Hamann neben Festivalauftritten beim Rheingau Musikfestival, beim Festival Oude Muziek Utrecht, beim Festival "Europäische Kirchenmusik" in Schwäbisch Gmünd auch in der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden und Russland zu hören. Zudem fanden erfolgreiche Auftritte in der Berliner Philharmonie, der Essener Philharmonie, der Philharmonie Köln, dem Kulturcasino Bern und dem Konzerthaus Dortmund statt. Es erschienen eine Reihe von CD-Veröffentlichungen, die von der Fachpresse sehr zustimmend rezensiert wurden.

Es entstand 2013 eine CD-Aufnahme von Heinrich von Herzogenbergs "Todtenfeier". Zudem war Jens Hamann neben der Mitwirkung beim auf Youtube dokumentierten Projekt "Bach vokal" in der Stuttgarter Stiftskirche auch mit der "Messa da Requiem" im Jubiliäumsjahr Giuseppe Verdis zu hören.

Auftritte in der Essener und der Kölner Philharmonie, sowie in der Konzerthalle Bamberg und dem Bremer Dom fanden 2014 statt. Die CD-Einspielungen der "Musikalischen Exequien" mit La Petite Bande und Sigiswald Kuijken, sowie von Simon Mayrs Vertonung des "Stabat mater" und Konzertverpflichtungen in Belgien, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Polen folgten im weiteren Verlauf des Jahres.

In diesem Jahr fanden Produktionen mit Morten Schuldt-Jensen in Dänemark und mit Frieder Bernius in Polen statt, Konzerte in der Hamburger Laeiszhalle und der Kölner Philharmonie, bei den Haller Bach-Tagen und "Bach:vokal" standen auf der Agenda. Beim Würzburger Mozartfest fand ein Konzert mit der Akademie für Alte Musik Berlin statt.

Eine Asienreise mit La Petite Bande, die Aufführungen von Werken wie "Moses" von Max Bruch, "Luther" von Ludwig Meinardus oder Edward Elgars "Kingdom" sowie einige Konzerte in der Rolle des "Elias" versprachen für das Jahr 2016 interessante Impulse in Konzerthäusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Philharmonie Berlin oder dem Konzerthaus Dortmund.

Im "Lutherjahr" 2017 erschienen CDs mit Gli Scarlattisti bei Carus und mit dem Rosenmüller-Ensemble bei cpo. In Uraufführungen mit Kompositionen von Johannes Michel und Martin Wistinghausen wurde das Thema 'Luther' erneut aufgegriffen. Eine Reise in die USA mit Workshops und Auftritte zur Weihnachtszeit in allen drei Konzerthäusern des Ruhrgebiets in Dortmund, Bochum und Essen waren besondere Erlebnisse zum Jahresende.